blue
Ich mache blau.
6. Juni 2014
Werbeaufnahme für KSM
Wer erinnert sich?
8. Juni 2014

Wozu eigentlich mach ich das?

wp_stats

Seit genau einem Monat – dem 7. Mai – blogge ich regelmässig. Ich habe damals geschrieben:
Ich habe mir das Ziel gesetzt, pro Woche mindestens 2 Beiträge zu veröffentlichen.
Bis heute sind 31 Beiträge zusammengekommen, das heisst, ich habe mein mir gesetztes Ziel erreicht. 🙂
Und wenn ich mir so die Statistik ansehe, haben die Seitenaufrufe gegenüber letztem Jahr merklich zugenommen (was mich natürlich sehr freut):

wp_stats

Aber ich will ehrlich zu Euch sein: Es gibt Momente, da denk ich mir: „Wozu eigentlich mach ich dies alles? Interessiert doch eh niemanden…und dann gibts andere, die können das viel besser wie ich…. ich gebs wieder auf…“

Keine tollen Gedanken! Ihr denkt jetzt: „Das kenn ich doch auch… irgendwie…. Weshalb fotografier ich eigentlich noch… alle anderen machen’s eh besser… die Bilder der anderen gefallen mir viel besser als meine eigenen…“

Wenn ich selber solch negative Gedanken habe (und die hat wahrscheinlich jede(r), ich denk‘, das ist einfach nur menschlich), versuche ich immer sehr bewusst, diesen nicht zuviel Raum zu geben. Ich lenke mich bewusst ab: gehe spazieren (das hilft sehr), höre Musik, lese was; mit anderen Worten, ich tu was, was mir Spass macht.
Oder ich denke zurück an eine Begegnung mit einem lieben Menschen, der mir gesagt/geschrieben hat, dass er meinen Blogeintrag gelesen habe, und er ihn toll findet.
Und ich denke daran, was Calvin Hollywood sagt: „Denkt daran, dass da draussen vielleicht nur ein Mensch sitzt, der in diesem Augenblick euer Geschreibsel liest, sich dafür Zeit nimmt. Denkt an diesen einen Menschen.“

Ja: wir werden immer irgend jemanden finden, der etwas besser kann als wir es können. Na und? Ich machs auf meine Art, Du machst es auf Deine Art.
„Der Vergleich ist der Tod aller Dinge.“ sagt ein japanisches Sprichwort.

Glaubt an Euer Ding, was immer es ist, und arbeitet daran. Akzeptiert die negativen Gedanken, gebt ihnen aber nicht zuviel Raum. Und wenn ihr nur einen Menschen mit Eurem Werk berührt, hat es sich gelohnt!

Dazu zum Abschluss eine kleine Story: Als Renato Zero – ein italienischer Sänger, der heute Stadien füllt – zu Beginn seiner Karriere ein Konzert in einem kleinen Zirkuszelt angekündet hatte, kam 1 Zuhörer! Und wie hat Renato reagiert? Er hat das ganze Konzert für diesen einen Zuhörer gespielt!

Share on Facebook18Share on Google+0Tweet about this on TwitterShare on LinkedIn0Print this pageEmail this to someone
Tim
Tim

10 Kommentare

  1. Karin Hegg sagt:

    Das Glück hat drei Buchstaben:
    T – U – N
    (Goethe)

    Lese Deine Beiträge gerne wenn ich als „media unsocial“ (oder wie sagt man Banausen wie mir?) per Zufall draufstosse. Auch die PS Filme sind übrigens toll. Sobald ich die Zeit habe, werd ich mir alle reinziehen. Tu weiter!!!

    • Tim sagt:

      Ciao Karin
      Ich will dem grossen Goethe nicht widersprechen (wie könnte ich’s wagen)!
      Ich tu weiter und freue mich, wenn Du ab und zu vorbeischaust! Grazie!

  2. Was meinst Du, wie oft wollte ich schon den ganzen Bettel hinschmeissen? Sicher einmal im Monat, wenn nicht häufiger. Wenn dann aber wieder einer kommt und sich für meine eBooks bedankt oder ich zu einem Fotowalk in einer fremden Stadt aufrufe und 10 Fotografen kommen, dann weiss ich, für was ich das mache. Weil es mir mehrheitlich Spass macht und es mich weiterbringt. Nicht unbedingt materiell, aber menschlich.

    Wir sollten uns wieder mal sehen. Ich schaue, dass ich in nächster Zeit mal nach Bern komme. Es gibt wenige Fotografen, denen ich mit so grossem Respekt begegne wie Dir Tim. Du hast das gewisse Etwas, was Menschen begeistern kann. Du erzählst Geschichten, wo man stundenlang zuhören kann. Und Du bist ein cooler Typ. Nicht zu viel nachdenken, weitermachen…

    • Tim sagt:

      Hallo Thomas

      Uiuiui… Deine Antwort ist mir irgendwie entgangen, sorry, dass ich Dir erst jetzt zurückschreibe!
      Es tut gut zu hören, dass auch ein grosser Fotograf wie Du (und für den halte ich Dich!) auch regelmässig zweifelt. Es ist wahrscheinlich wirklich einfach nur allzu menschlich! Also lass uns – wie Du so schön schreibst – nicht zuviel nachdenken (wenn das nur etwas einfacher wäre) und weitermachen!

      Und danke für Deine lieben Worte im zweiten Abschnitt. Sie haben mich sogar etwas erröten lassen…
      Lass mich Dich wissen, dass ich Dir denselben Respekt ebenfalls zolle und ich Dich in allen meinen Klassen erwähne als den grossen, zeitgenössischen Street photographer! Ich bewundere Deine Arbeit ganz ehrlich gesagt sehr! Also: mach auch Du UNBEDINGT weiter! 🙂

      Ich freue mich auf ein baldiges Treffen; lass mich wissen, wann Du in Bern bist!

      Ä liebe Gruess, tim

  3. Daria Zbinden sagt:

    Wie gut ich das doch kenne all diese Gedanken! Das japanische Sprichwort bringt es aber genau auf den Punkt. Und Du mach nur weiter so!

  4. Steffu sagt:

    Genau so verhält es sich „Der Vergleich ist der Tod aller Dinge“
    Und wenn es „nur“ einen Menschen berüht, hat es sich gelohnt! Das war auch immer ein Ziel meiner Wildtierfilme!
    Bravo Tim!

  5. Daniela sagt:

    Tolle Gedanken! Merci für die immer sehr spannenden Inputs 🙂

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.